Sonntag, 6. Oktober 2013

[Piraten-Nebo] ...on tour..."Dertutnixe" und Cujos...



Während ich so durch die Wälder und Felder [= auf dem Deich zwischen zwei Kohlekraftwerken oder auf einer alten Güterbahntrasse] radel, begegne ich ziemlich vielen Menschen.
Am Anfang hat mich das sehr verunsichert, weil die alle so seltsam gucken [Wir erinnern uns: Besonders die in Neon-Farbenen Neoprenanzügen gehaltenen Männer sind äußerst verwirrten Blickes, wenn ich in meiner schwarzen Pracht daherschleich], inzwischen habe ich Angst vor ihren Hunden:
Versteht mich bitte nicht falsch: Ja, es ist toll, wenn Hunde ihren Auslauf haben können [und die Wildgänse jagen und ihr Geschäft überall verrichten und niemand sich genötigt fühlt es wegzumachen], doch würde es euch nicht auch stutzig machen, wenn die unangeleinten Hunde bei jeglichem "Fremdkontakt" sofort am Halsband gerissen und vom Weg gezerrt werden?
Warum?
Weil sie so hungrig die kleinen Kinder auf ihren Fahrrädern ansabbern oder schon stramm stehen, sobald sie mich sehen?
Und wir sprechen hier vom Idealfall, die meisten vierbeinigen Freunde hören nicht auf ihre Dosenöffner und hinter ihnen wird hergerannt oder versucht sie mit Leckerchen zurückzulocken [versucht].
Wenn mein Hund nicht hört und ich Sorge haben muss, dass er Fahrradfahrer/Läufer/Spaziergänger/Nebos anfällt, warum lasse ich ihn dann freu laufen?!
Mich hat in einem Wegzweig letztens bald ein Monsterhund [Cujo!] gestellt: erst war er ruhig und sobald ich auf gleicher Höhe war [entgegenkommend, er hat mich also schon von Weitem gesehen] zerrte, bellte und geiferte er los, dass sein Besitzer ihn nur noch breitbeinig und unter einem enormen Kraftaufwand zurückhalten konnte.
Dass der Hund mir [auf dem Fahrrad sitzend!] schon fast bis zur Brust reichte, hat mein Vertrauen in Hunde nur bedingt gestärkt [= ziemlich vollständig zerstört]. 

Ein Kolumnist in unserer Tageszeitung schrieb immer von "Dertutnixe", wenn er von seinen Bollerhosen-Jogging-Geschichten erzählte.

Ich bin der Meinung, der Cujo hätte mir was getan.

...und jetzt riechen die bellenden Vierbeiner schon von Weitem meine Angst.
Toll.




Kommentare :

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  2. Ach ja. Hunde.
    Es gibt gefühlte 10%, die bei Fuß laufen und bei Fuß *bleiben*, wenn ein Radler/Jogger/Reiter/Spaziergänger vorbeikommt. Ich finde ja, dass Beifußgehen etwas ist, was jeder Hund können *muss*. Dann braucht er eigentlich auch keine Leine, die aber nicht schaden kann.
    Dann gibt es die hektisch reißenden Besitzer, die mir auch immer Angst machen - ist der Hund eine Bestie oder haben die Angst, ich würde das Tier sofort über den Haufen fahren?
    Dann gibt es noch freilaufende Hunde - ohne erkennbaren Besitzer - in jeder Größe und Wesensart, bevorzugt im Dunklen oder im Wald. Ganz entzückend.
    Wenn doch noch ein Besitzer auftaucht, ruft er (manchmal) den Hund - gerne so, dass das Tier, wenn es gehorcht, genau in mein Rad läuft. Wenn es, wie so oft, nicht gehorcht, darf ich es selber anbrüllen oder mein Heil in der Flucht suchen.

    Ich fände einen verpflichtenden Hundeführerschein nicht so richtig schlecht.

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  3. Ja solche Hunde sind total super!
    Unser war zum Glück nur ein Yorkie, denn er hat auch nicht wirklich gehört. Allerdings haben ihn Menschen eher weniger interessiert, Problem waren nur Kaninchen, Wildschweine, Katzen und andere Hunde. Ohne Mist, wir hatten manchmal richtig fiese Situationen, denn ihm war´s egal wie groß das Tier war, das da vor ihm stand. Da bekam man dann als Frauchen richtig Angst, denn z.B. Wildschweine können ja schon ungemütlich sein, wenn die so blöd so von der Seite angemacht werden...
    Tja woran liegts? Bei unserem Hund fing das erst im Alter an, in jungen Jahren war er total verträglich, hat sich super mit Katzen und Hunden verstanden, um große Tiere einen Bogen gemacht ohne zu bellen...wir konnten uns das nicht erklären und wussten uns nicht zu helfen, da wäre der Rütter vielleicht hilfreich gewesen...

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  4. Du hast mein volles Verständnis. Unangeleinte, schlecht erzogene Hunde sind die Pest und wecken in mir Visionen von Schreckschusspistolen. Als Canophobikerin traue ich mich nicht mal zum Joggen und selbst auf dem Weg zur Arbeit wechsle ich mindestens einmal pro Weg die Straßenseite, weil mir ein fies aussehender Hund entgegen kommt.
    Leider sehen die Besitzer es auch nie ein, wenn jemand Panikattacken davon bekommt, dass ihr Liebling kläffend auf fremde Leute zuwetzt, und reagieren, wenn man um Anleinen bittet, entweder patzig oder mit dem üblichen 'Der tut doch nichts'. Da mache ich die Leute auch gerne mal zur Sau und drohe mit dem Ordnungsamt, denn bei Hunden verstehe ich wegen oben genannter Phobie einfach absolut keinen Spaß.
    Wenn es nach mir ginge, würde für Hunde eh Maulkorb- und Leinenpflicht in der Öffentlichkeit gelten.

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  5. Ach ja, Hunde sind so eine Sache... bekanntermaßen bin ich ja ein Katzenmensch und die kann man ja auch schlecht erziehen, aber... die rennen wenigstens nicht kläffend und mannshoch auf einen Menschen zu (und wissen ihr Geschäft zu verscharren). Eigentlich finde ich manche Hunde ja durchaus hübsch anzusehen, aber einen gewissen Respekt haben ich auch vor ihnen und finde es auch meistens bedenklich wenn sie unangeleint durch die Gegen streunen und die Besitzer womöglich erst 4 Minuten später ins Blickfeld kommen. Da es ja nun allgemein bekannt ist, dass es genug Leute gibt, die auch vor friedlichen Hunden in unter-Hauskatzengröße Angst haben finde ich es auch immer etwas zweifelhaft wenn ein Besitzer das abtut - wenn jemand Angst davor hat dann finde ich hat er sein Tier anzuleinen, egal wie groß es ist oder wie gutmütig. Das heißt, eigentlich finde ich sollten Hunde im Zweifelsfall immer angeleint sein wenn andere Menschen da sind oder kommen, meinetwegen kann der Hund ja im Garten oder auf dem Feld frei laufen (dass er das muss sehe ich durchaus ein) wo keine Menschenseele ist, aber auch dann muss er halt hören wenn das Herrchen ruft damit er eben angeleint werden kann wenn Fremde kommen. Hunde einfach auf Fremde Menschen zulaufen zu lassen oder auf deren Ängste keine Rücksicht zu nehmen finde ich ziemlich verantwortungslos und unverschämt. Aber leider ist ja vielfach doch der Besitzer das Problem und nicht der Hund, der u.U. nur seinen natürlichen Verhaltensweisen (Beschützerinstinkt etc.) nachgeht und nicht entsprechend erzogen wird, weil viele auch gar nicht wissen wie.
    Ich hab zwar grundsätzlich keine Angst vor Hunden, aber begegne ihnen eben doch mit einem gewissen Respekt und fasse sie nicht einfach an (was ja wiederum auch viele einfach ungefragt tun) oder mache mal sicherheitshalber einen Schritt zur Seite wenn einer auf mich zugewetzt kommt.
    Schade, dass so viele Hundehalter augenscheinlich nicht nur ihre Tiere nicht erziehen können und soweit irgend möglich unter Kontrolle haben, sondern sich offenbar auch gar nicht dafür interessieren wie es anderen Menschen geht wenn sie von fremden, unangeleinten Kötern angekläfft werden oder ähnliches.

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  6. Auch wenn ich selbst zu den "Mein-Hund-darf-auch-ohne-Leine-laufen"-Hundehaltern gehöre, muss ich ganz klar sagen, dass man seinen Hund nur dann ohne Leine an stark frequentierten Orten laufen lassen sollte, wenn man sich sicher ist, dass der eigene Hund a) hört und b) nicht alles anspringt... Unsere Süsse ist Gott sei Dank ein Feigling... Sie geht nur dann zu Fremden, wenn sie schon aus nem Kilometer Entfernung die Leckerlies in der Tasche riechen kann, was dann zu 90% nur andere Hundehalter sind. Dennoch. Sobald uns jemand den Weg kreuzt, kommt Unsere direkt an die Leine... Man weiss nämlich nie...

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