Freitag, 13. Oktober 2017

[#fragensagen] Mikroplastik - Wie kommst du überhaupt darauf? Was ist da los?


Nicht nur in meinem Abriss über Mikroplastik wollte ich mich mit der Thematik befassen, sondern auch etwas tiefer in die Materie einsteigen.
Da ich nicht studiert habe, nicht wissenschaftlich arbeiten kann und überhaupt keine Verbindung zur Chemie als solches habe, seid bitte nachsichtig mit mir. I'll do my very best!

Das ganze Drama begann damit, dass ich meine Augencreme bei Codecheck just for fun eingab. Ich glaube, ich wollte nach reizenden Inhaltsstoffen schauen - und bämm!
Da leuchtete direkt das rote Fähnchen auf: enthält Mikroplastik!
In diesem Falle Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer.
Ja. Genau das habe ich mir auch gedacht: Was zur Hölle...?
Mein Kontaktversuch mit dm über E-Mail endete in einer vorgenerierten Antwort, die man per Google auch auf Facebook und anderen Seiten findet, Nachfragen meinerseits wurden gar nicht erst beantwortet [Danke dm, da hatte ich wirklich mehr erwartet!]. 

Also: Selbst ist die Frau!
Die dicken Plastikknubbel in Peelings sind uns inzwischen ja hinreichend bekannt, wovon sprechen Seiten wie Codecheck, wenn sie nicht offensichtliches Plastik als Mikroplastik kennzeichnen?

Grundsätzlich ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung von zwei Grundformen beim Plastik auszugehen:

Was ist Mikroplastik?

Der Begriff Mikroplastik wird für kleine Kunststoffpartikel unterschiedlicher Herkunft, Größe und chemischer Zusammensetzung verwendet. Die Größenangaben für Mikroplastik sind in der Literatur nicht einheitlich definiert und schwanken meist zwischen 0,001 mm bis kleiner als 5 mm.
Grundsätzlich wird primäres und sekundäres Mikroplastik unterschieden:
  • Primäres Mikroplastik wird in Form von kunststoffbasierten Granulaten bzw. Pellets (resin pellets) gezielt industriell hergestellt. Dabei kommen u.a. unterschiedliche Kunststoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Polyethylenterephthalat (PET), Polyvinylchlorid (PVC), Polyamid (Nylon) und Ethylenvinylacetat (EVA) zum Einsatz.
  • Sekundäres Mikroplastik entsteht durch chemische und physikalische Alterungs- und Zerfallprozesse aus beispielsweise Plastiktüten oder Plastikflaschen. Nach heutigem Kenntnisstand stellt sekundäres Mikroplastik eine Haupteintragsquelle in die Umwelt dar.

Das Problem, dass keine "einheitliche Definition" vorliegt, ist mir öfters aufgefallen, hier hängen sich die Firmen und Umweltschutzverbände ganz schön dran auf. 
Dagegen sind inzwischen sogar in weiten Teilen der USA grundsätzlich Plastikbestandteile in Kosmetik verboten  [Quelle: taz und Google], Deutschland/Europa hängt also ganz schön hinterher:

Aktuell existiert in Europa weder eine gesetzliche Verpflichtung noch ein Verbot auf Mikroplastikpartikel in kosmetischen Produkten zu verzichten.
Trotz allem haben sich die meisten großen Kosmetikkonzerne dazu verpflichtet auf die Verwendung von Mikroplastik Partikel zu verzichten, die definierten Zeiträume liegen meist zwischen 2015-2017.
Dazu  existiert  nun  auch  seit  Oktober  2015  eine  offizielle  Empfehlung  von Cosmetics  Europe (europäischer   Kosmetikverband) in welcher ein Verzicht auf den Einsatz von Mikrokunststoffpartikeln in kosmetischen „Rinse-off“-Produkten (also Produkten, die bestimmungsgemäß nach kurzzeitiger Anwendung mit Wasser abgewaschen werden) bis spätestens 2020 empfohlen wird. 
Quelle: Cosnova - Informatiosnblatt zu Mikroplastik -per E-Mail-

So - und jetzt raucht uns schon ein bisschen der Kopf, oder?
Kommen wir also auf meine Augencreme und Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer zurück. Diesen Stoff habe ich auch am meisten in Handseifen, Duschgelen und Cremes gefunden.
Wovon sprechen wir hier eigentlich?

Haut.de sagt:
Polymer aus Acrylsäurealkylestern (C10-C30), Acrylsäure, Methacrylsäure und/oder anderen Alkylacrylaten; kreuzverknüpft mit Propenyl-(allyl-)modifizierten Zuckern
[...]
Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln
EMULSIONSSTABILISIEREND
unterstützt die Emulsionsbildung und verbessert die Emulsionsbeständigkeit und -haltbarkeit.
FILMBILDEND
bildet beim Auftragen einen zusammenhängenden Film auf Haut, Haar oder Nägeln.
VISKOSITÄTSREGELND
erhöht oder verringert die Viskosität kosmetischer Mittel.
Aha.
Klingt für mich als Laien ja schon mal nicht nach Plastik, oder?
Also wird weitergesucht.

Der BUND - Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland schreibt in seinem Hintergrundpapier,
[...] Polymerstrukturen sind häufig empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen, z.B. Salzgehalten, was unter anderem zu Verklumpungen führen kann und das Umweltverhalten verändert. Da Abbauwege und Umweltauswirkungen von flüssigen Kunststoffen ungeklärt sind und ein nachträgliches Entfernen aus der Umwelt nicht möglich ist, muss das gemäß dem Vorsorgeprinzip der Eintrag verhindert werden.[...]
Ich habe mir also aufmerksam das Infoblättchen zu Gemüte geführt und meine Fragen noch einmal per E-Mail formuliert, in der Hoffnung, ein wenig mehr Einsicht und Erkenntnis zu erlangen.
Als Antwort kam: Bitte lesen Sie unser Hintergrundpapier.
Vielen Dank auch.
 
Zwischenzeitlich hat sich auch der WDR wieder einmal zu diesem Thema herabgelassen.

...und ich fühlte mich immer noch nicht weiter aufgeklärt...

Besonders lobend möchte ich an dieser Stelle noch einmal den essence-Kontakt erwähnen:
Hier ist auf meine Fragen eingegangen worden, nicht drumrum geschwafelt, sondern klar gesagt, dass alles unklar ist:
[...]Der Rohstoff der von Code Check gefunden wurde nennt sich Polymethylmethacrylate. Es handelt sich dabei um einen pulverförmigen Stoff der der Gruppe der Mikroplastikstoffe zugeschrieben werden kann. Wir verwenden diesen Stoff um die Verteilbarkeit, die Mattierung sowie Haltbarkeit des Produktes zu gewährleisten. Du fragst ob die Produktionskosten maßgeblich von Bedeutung sind für die Verwendung dieses Stoffes. Dazu kann können wir ganz klar nein sagen. Dieser Stoff ist kein besonders günstiger Rohstoff und wird verwendet  um eine bestmögliche Performance des Produktes zu erzielen.[...]
[...]Wir als cosnova betrachten kontinuierlich unser Rohstoffportfolio und setzen uns mit dem Nachhaltigkeitsprofil der Rohstoffe auseinander. Im Zuge dessen beschäftigen wir uns auch schon länger mit dem Thema Mikroplastik, den aktuellen Stand dazu kannst du dem Positionspapier entnehmen.
Das Thema Mikroplastik werden wir auch weiterhin als Prioritätsthema behandeln und weitergehende Schritte planen, dazu können wir dir allerdings im Moment noch keine weiteren Details geben. Auch zu einem eventuellen Austausch des von dir erwähnten PMMA können wir dir leider noch keine weiteren Details geben.
Der Grund warum du kaum Informationen zu gelösten Kunststoffen findest ist, dass es diese Informationen im Moment eigentlich nicht gibt. Von den NGOs  wird vermutet, dass die gelösten Kunststoffe im Wasser verbleiben und so in die Natur, Nahrungskette usw. gelangen. Daten die dies belegen gibt es allerdings nicht. Anders herum gibt es aber auch keine Daten die das Gegenteil beweisen, hier dreht sich die Industrie und die Umweltschützer im Moment im Kreis. Seitens Politik wird ebenfalls nicht gehandelt, was die Situation für Kosmetikproduzenten sowie Rohstoffhersteller nicht leicht macht. Es wird aktuell an dem Thema geforscht und so hoffen wir und die gesamte Kosmetikindustrie auf verlässliche Daten, die uns Klarheit verschaffen. [...]
Wieso ist es notwendig den Einsatz von Mikroplastik in Kosmetikprodukten genauer zu betrachten?

Werden Mikroplastikrohstoffe als primäre Mikropartikel in kosmetischen Rinse-off Produkten verwendet so gelangen sie auf direktem Weg in unser Abwassersystem. Aktuelle Erkenntnisse aus Untersuchungen in deutschen Kläranlagen weisen darauf hin, dass über 90 % der Mikropartikel aus Kunststoff in Kläranlagen zurückgehalten werden können und im Klärschlamm verbleiben. Da aber beispielsweise in Europa ca. 50% dieses Klärschlammes als Düngemittel auf Böden aufgebracht werden, können Mikroplastik Partikel auf diesem Weg indirekt zurück in die Umwelt gelangen. Die verbleibenden 10% finden durchs Abwasser ihren direkten Weg in den Umweltkreislauf. Derzeit werden die Auswirkungen dieser in den Kreislauf gelangenden Plastikpartikel auf Umwelt und speziell Wasserorganismen wissenschaftlich untersucht. Bisher gibt es allerdings noch keine gesicherten Kenntnisse hierzu.

Aktueller regulatorischer Status:

Aktuell existiert in Europa weder eine gesetzliche Verpflichtung noch ein Verbot auf Mikroplastikpartikel in kosmetischen Produkten zu verzichten. Trotz allem haben sich die meisten großen Kosmetikkonzerne dazu verpflichtet auf die Verwendung von Mikroplastik Partikel zu verzichten, die definierten Zeiträume liegen meist zwischen 2015-2017. Dazu existiert nun auch seit Oktober 2015 eine offizielle Empfehlung von Cosmetics Europe (europäischer Kosmetikverband) in welcher ein Verzicht auf den Einsatz von Mikrokunststoffpartikeln in kosmetischen „Rinse-off“-Produkten (also Produkten, die bestimmungsgemäß nach kurzzeitiger Anwendung mit Wasser abgewaschen werden) bis spätestens 2020 empfohlen wird.
-Informationsblatt cosnova-

So. 
Und jetzt?
Ich muss gestehen, dass ich von der ganzen "Silikone in Shampoo"-Diskussion immer nur mitbekommen habe, dass sich Zeug an den Haaren anlagern kann. Dass ein Risiko für die Umwelt besteht, ist bei diesen ganzen Diskussionen völlig an mir vorbei gezogen.
Und was machen wir jetzt mit unseren gut performenden Kosmetikprodukten?
Ich bin völlig ratlos.
Dann berichtete auch noch das WDR - markt - Magazin über steigende Wasserpreise auf Grund von höheren Verunreinigungen [Die Reinigungsmethoden müssen immer weiter verbessert werden, Verunreinigungen sind schwerer zu entfernen.] und in einem Nebensatz fiel: Mikroplastik! [im Video ab 04:05] 
Gezeigt wurde ein duschender Mann und es ging um die ganzen Polymere und dass sie eben nicht, wie von dm [s.o.] behauptet, ausgewaschen werden können, sondern ganz bestimmte Tuchfilteranlagen benötigt werden.
Auch die Dokumentation vom ZDF - planet e - Rote Lippen, grünes Label [mit Shenja aka Incipedia!] spricht das Problem von Mikroplastik in Kosmetik an und ich stehe nicht mehr allein da.
Super. 
Ich werde meine Sachen aufbrauchen, doch mit einem mulmigen Gefühl und beim Nachkauf darauf achten, dass kein Mikroplastik enthalten ist, zumindest bei Duschprodukten, Geschminktes landet bei mir jetzt erst einmal wieder im Wattepad [womit ich jetzt wieder viel Müll produziere, ein Teufelskreis]

War euch die Mikroplastik-Problematik dermaßen klar?
Wie handhabt ihr euer Plastik oder ist das für euch kein Thema? 

  

Kommentare :

  1. Ich war vor kurzem auf der International Ocean Film Tour und dort ging es allgemein um Plastik und auch Mikroplastik.
    Mikroplastik allerdings auch eher, dadurch dass sich die großen Plastikteile durch das Salzwasser und Sonneneinstrahlung zersetzen und so immer kleiner werden, dadurch eben in den Nahrungskreislauf der Fische und Seevögel gelangen.
    Das Plastik kann sich so weit zersetzen, dass es die Größe von Krill erreicht und somit auch zB Wale dieses aufnehmen.
    Ich versuche schon lange auf meine Müllproduktion zu achten und seit neuestem auch bei Neuanschaffungen eben nichts mit Plastik zu kaufen. Dass es aber auch Plastik in Shampoo & Co gibt, war mir bisher nicht bewusst und man muss sich auch fragen: Warum schmiere ich mir das auf die Haut?
    Somit achte ich natürlich auch bei Kosmetika usw. jetzt vermehrt auf die Inhaltsstoffe.

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    1. Oh ja, dass sich die großen Plastikteile dann auch wieder zu ganz kleinen Plastikpartikeln zersetzen, ist ja wieder ein anderes Problem.
      Ich frage mich auch immer: Wo kommt dieses Plastik im Meer her? Etwa aus meinem gelben Sack? Wie geht das?

      Mein Gedanke zur Augencreme war ja auch total schockiert, ich hatte in erster Linie Angst um meine Augen, dann setzte der Mikroplastikgedanke ein ^^

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  2. Ein schwieriges Thema. Wie man im Allgemeinen auf Plastik verzichten kann, ist ja schon relativ gut machbar.
    Aber mit dem ganzen anderen Kram, Wirklich schwer. Am Besten ist glaube ich, die Naturkosmetik Sachen zu kaufen. CD achtet da wohl auch mehr drauf und setzt das nach und nach um.

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    1. Das "Problem" an der Naturkosmetik ist für mich, dass sie viel mit reizenden Stoffen arbeitet, die ich teilweise echt schlecht vertrage und meine Haut total austrocknen.

      Ich finde, das Bewusstsein, dass eben auch in "normalen" Duschgels und Shampoo dieses "Plastik" ist, muss gestärkt werden.

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  3. Ein toller Artikel, danke, dass auch Du dieses Thema aufgegriffen hast, und zwar wesentlich ausführlicher als ich es tat. Ich war nicht so sicher, ob das Interesse dazu bei meinen Leser groß ist, aber so langsam merke ich, dass doch öfter mal, wenn ich es in Beiträgen erwähne, registriert wird, scheinbar machen sich doch so nach und nach auch andere Frauen Gedanken dazu, gerade wir Beautyfreaks, die ja in erster Instanz meistens nach Duft, Qualität, Farben und weniger nach Inhaltsstoffen kaufen, außer, man ist direkt im Naturkosmetikbereich angesiedelt. Ich habe auch Lidschattenpaletten, in denen Mikroplastik ist, das war mir bei meinen Recherchen z.B. gar nicht bewusst, ich dachte eher an Peelings und Gels, aber selbst in Nagellacken kann Mikroplastik sein, als wären die krassen Chemikalien darin nicht schon problematisch genug.

    Alles in allem finde ich es toll, dass Du künftig auch drauf achten möchtest, mir gelingt es nicht restlich, muss ich zugeben und natürlich werde ich auch alles aufbrauchen. Aber, bei jedem Teil, was ich gut finde und weiß, dass MK enthalten ist, werde ich mich zumindest EINMAL nach Alternativen umschauen. Wenn diese mich überzeugen, bleibe ich gerne dabei, wenn nicht, wird eben weiter gesucht, aber doch auch immer bissel den Preis im Auge haltend. Denn manches ist leider schon teurer (z.B. Flüssigseife), wenn man drauf verzichten möchte.

    Und ich finde es super, dass Cosnova Dir so ausführlich geantwortet hat, da sieht man, dass das Thema auch ernst genommen und bereits nach Alternativen gesucht wird.

    Ich bin es übrigens auch gewohnt, dass Firmen keine Antwort auf Rückfragen geben, was Inhaltsstoffe angeht - ist wohl ein sehr unbequemes Thema, zu dem man einen Arsch in der Hose braucht. Schönes Wochenende!

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    1. Vielen lieben Dank, Andrea! Ich hatte Sorge, dass es zu wild und durcheinander wird - denn so war auch meine Recherche, weil ich frustrierenderweise an einigen Stellen einfach nicht weiterkam. Die liebsten Beispiele sind mir hier dm und der BUND - da stellt man Fragen und wird einfach abgewiesen. Herzlichen Dank auch.

      Mir war auch die Verbindung von Plastik zu Peelings bewusst, doch nicht, dass es auch in Cremes und Duschgel ist. Da wird erst jetzt mal so langsam von gesprochen.

      Ich verstehe auch das Argument, dass manche Kosmetikfirmen den Gebrauch von Plastik damit begründen, dass die Haltbar- und Anwendbarkeit verbessert werden.
      Dass gerade Cosnova sich hier so positiv hervor tut, hat mich total überrascht und die offene Art hat mich schon ein wenig beeindruckt :)

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  4. Danke für diesen tollen Beitrag, man sieht, dass da viel Mühe von dir dein steckt.
    Meine bessere Hälfte hat mal was mit Chemie studiert, der meinte, dass acrylates copolymere halt polymeren sind und die Aussage, ob Mikroplastik oder nicht, so nicht getroffen werden kann. Ob und wie schlimm ist er sich auch nicht sicher.
    Schade finde ich die doofe vorgefertigten Antworten von DM. Der Laden macht dich echt unsympathisch. Die Antwort von Cosnova finde ich hingegen gut.
    In schminke nutze ich weiterhin Sachen mit Mikroplastik, es landet mit dem wattepad im Müll und gut. Bei Pflegeprodukten finde ich in manchen Kategorien kaum was ohne, was ich vertrage. Ganz schlimm bei Duschgel: an normalem Produkten vertrag ich alles, bei naturkosmetik leider so gut wie nichts. Da bleibt mir keine Alternative.

    Schade, dass viele Firmen sich damit so wenig auseinander setzen :/

    Liebe Grüße und ein schönes, erholsames Wochenende, Isabell

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    1. Oh dankeschön, Isabell! Das freut mich sehr, denn es war für mich "Fachfremde" unheimlich schwierig, manche Diagramme und Schaubilder überhaupt zu verstehen ^^
      Es beruhigt mich ja sehr, dass deine bessere Hälfte hier auch keine klare Aussage treffen kann, das deckt sich ja schon einmal mit der Kernaussage von Cosnova und ich finde so was so viel ehrlicher als dieses "drumherum schwafeln".
      Und wenn das alles auch eben unklar ist, doch der Verdacht besteht, dann möchte ich für mich das Bewusstsein haben, auf solche kritischen Stoffe weitesgehend zu verzichten. Ganz besonders, wenn die Sachen wie in Duschgel direkt in den Ausfluss gehen.

      Wenn man Unverträglichkeiten hat, ist das Ganze ja nochmal komplizierter und ich finde es auch absolut legitim zu sagen, dass man -nach Versuchen- eben bei bestimmten Produkten bleiben möchte [Ich ziehe hier an dieser Stelle einfach mal den provokanten Vergleich zu Fleischessern/Vegetariern/Veganern: Leben und leben lassen].

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  5. Wow, Nebo, ich bedanke mich für die Recherche und Aufklärungsarbeit, die ich unverzüglich weiterleite! Einige dieser Sachen kannte ich, aber vieles ist für mich auch neu. Ich wusste z.B nicht, dass Mikroplastik in den US nicht mehr verwendet wird. Bei vielen Produkten frage ich mich was es denn dort überhaupt zu suchen hat. Lipgloss, Mascara und Nagellack mit Mikroplastik macht Sinn (und ich werde davon nicht wegkommen, weil ich auf vielerlei schwerere Fette allergisch reagiere), aber was hat das Zeug bitte in Duschgels und Gesichtscremes zu suchen?! Übrigens hatte ich die WDR Dokumentation seinerzeit gesehen. Schon krass, dass die Wasserreinigung so darunter leidet.

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    1. Als Verdickungsmittel bzw. Konsistenzregeler ;)

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    2. Dankeschön Lila! =) Freut mich sehr, dass es dir gefällt!
      Ich fand es einfach für mich auch wichtig, mir einen Überblick und ein gewisses Maß an Wissen anzueignen - das ist bei der teilweise recht lückenhaften Informationsversorgung [besonders auf Nachfragen wie bei dm und dem BUND] sich als Fachfremde ganz schön schwierig gestaltete.

      Und dass dieses vermeintliche Plastik in einer "sensitiven *blablubb*" Augencreme vorkommt, die damit wirbt "ohne Parfüm *blablubb*" auszukommen, finde ich unerhört.

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  6. Ja, war mir tatsächlich klar - seitdem ich darüber im Zuge der Blogger-gegen-Mikroplastik-Kampagne vor 2 Jahren gebloggt habe. Einer der Hauptgründe für meinen Umstieg auf Naturkosmetik war, dass ich die Umwelt nicht mehr belasten möchte. Allerdings in der Deklarationsdschungel für mich noch immer undurchsichtig. Und es gibt ja auch immer wieder Stoffe, die noch nicht oder erst jetzt als umweltrelevant eingestuft werden. Da ist NK wirklich mal von Vorteil, weil Mikroplastik nicht erlaubt ist ;) Da ich als Skincare-Anhängerin aber auch schon mal konventionell kaufe, muss ich mich dann doch immer mal wieder damit auseinandersetzen.
    Toller Artikel!

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    1. Danke dir =)
      Ja, die Naturkosmetik ist da einen weiten Schritt sicherer, wenigstens die Plastikdebatte ist hier vom Tisch - wenn jetzt noch ohne Alkohol und ohne Duftstoffe, das wäre doch bombig!
      [Blogger-Firma gründen? Ist das überhaupt in dem Umfang alles möglich oder muss man für sich immer Kompromisse finden?]

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  7. Tolle Arbeit hast du da mit deinem Betrag geleistet! Mir war einiges noch nicht so klar, z.B. dachte ich immer das es eine Kostenfrage ist das Mikroplastik in so vielen Produkten enthalten ist. Weißt du ob bei Naturkosmetik generell auf Mikroplastik verzichtet wird? Auf jeden Fall kommt es da wirklich auf den Einzelnen an, da etwas zu verändern.

    Liebe Grüße zu dir <3

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    1. Vielen lieben Dank :)
      Deswegen fand ich die Antwort von Cosnova auch so spannend, weil ich dachte, Plastik sei einfach billiger.
      Zertifizierte Naturkosmetik kommt ohne Plastik aus, wie hier im enorm Magazin *klick* erwähnt :)

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    2. Danke für den Link! Bei einigen Produkten habe ich schon auf NK zurückgegriffen, aber da ist noch Luft nach oben. :)

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  8. Ganz toller Beitrag! Du hast dir echt Mühe gegeben und bei Firmen angefragt, was ich echt gut finde. Toll wie sich Cosnova da hervortut und echt ärgerlich wie die anderen geantwortet haben.
    Ich muss sagen, dass mir schon bewusst ist, dass Mikroplastik nicht nur Peeling ist, aber ich habe mich ehrlich gesagt noch nicht ausreichend damit beschäftigt um Produkte auszusortieren, die Mikroplastik enthalten bzw. vergesse ich beim shoppen auch das Produkt mal fix durch Codecheck zu jagen. Ich werde versuchen mich dahingehend zu bessern...

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    1. Vielen lieben Dank, Caro =)
      Ich habe versucht, einen möglichst genauen Überblick zu bekommen. Es gibt so viele widersprüchliche oder oberflächliche Aussagen, dass ich überhaupt nicht mehr klar kam.
      Cosnova hat sich für mich auch sehr hervorgetan, ich war total überrascht, dass so ehrlich und ausgiebig geantwortet wurde.

      Ich habe auch einen kleinen Krampf bekommen, als ich gesehen habe, wo das alles drin ist, verdammtes Zeug...

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Vielen Dank ^.~
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